238 III. Perfepolitanische Briefe.
an, wünschcte Glück allen Wesen, und empfahl sichihrer milwirkenden Freundschaft; der Zend-Avesta istdieser Glück-wünschenden Empfehlungen voll; mitdem Sadere und Kosti geschmückt, trat er in dieglänzende Versammlung aller Genien und Natur-kräfte. Diese hielt er sich also gegenwärtig; erglaubte ihre Nahe und Mitwirkung.
Daß in alten Zeiten die Perser gleich andernVölkern alle Elemente beseelt hielten, bezeugen zumTheil wilde Proben. Eprus ließ den Strom, derseine heiligen Rosse ersäuft hatte, in 365 Kanäleabchcilen; Terxcs den Hcllespont, der seine BrückeweggeschweMMt hatte, geißeln. Er opferte dem FlußStkyMon weiße Rosse; in Tbracien weihete er dctErde (SapendoMad) neun lebendige Knaben undMädchen; an dev Thessalischcn Küste besänftigte erSturm und Meer durch Anrufungen der Magier,d. i. wie die Griechen es NannteN, durch Zaubcrge-sänge und Zmprccationen. DeN Persern waren siedies eigentlich nicht; sondern Hiketerien, Jeschtsund Ne ästh.
Als Mit der Zeitfolge der Magier-Dienst aus-actete, was konnte er anders werden als ein Formu-lar-Dienst, da man im Zutrauen aus alte Vorschrif-ten Mit kräftigen Worten die Elemente befriedigen,stillen, zu seiner Gunst leNkcN zu können gewiß war?und durch Aussprechung gewisser bestimmten WorteGeister und EenieN sich gegenwärtig zu machenglaubte. Zm Kultus der alten Perser lag dies ganz;der größere, der aNruftNde Theil des Zend-Avesta istin der Versammlung und für die Versammlung al-ler Nacur- Genien Nach Ort und Zeit gedacht und