zu P e r s c p o l i s.
XI
hundert Jahren in dem Unglück nordischer Kriegeund innerer Unruhen unterging, und die erstenKajaniden lang eine mehr militärische als rich-terliche Herrschaft meist auf der Nordgränzeführten, mag, wie die Sitten, so die Burg ver-lassen, verfallen, verwildert seyn. Gustasp,(der Sohn Hystasp nach unfern Büchern,) daer in großem Frieden und Reichthum, vomfeindseligen Turan gefürchtet, von feinem Iranhochverehrt, nach der Vorzeit erneuerten Sittenund Rechten, lang regierte, mag mit aller gött-lichen und menschlichen Ordnung auch die Burg,ihren Mittelpunkt, größer und prachtvoller her-gestellt haben. Von ihm, dem größten Dariuö,und von feinem Geschlecht, halte ich dafür, daßder zweyte Bau herkömmt. Es ist schwer, vondem halb nomadischen Leben der kriegerischenunstäten Parther in einer fremden, kaum rechtgehorchenden, der eigentlichen Perser - Provinz,diesen änigmatischen Riesenbau zu vermuthen.Die Sassaniden, welche das große National-Denkmahl der alten Reichsordnung von Alexan-ders Brand reinigen, verehren, zieren, benutzenund nachbilden mochten, sind nicht seine Urhe-