„Fürsten, ein Freund und Verehrer der Neli'.ion zu„scyn. Wir lesen auf seinen Münzen den Ck'arak-„ter eines Prinzen, der seinen ehrwücoigen Beina-,,mcn, welchen der Kaiser Ludwig durch Einfalt„und thörichte Fc.igebigkcit von den Mönchen cr-„kaufen mußte - durch die Rcchtsehaffenbeit seines;,Herzens erlangt hat, und dessen vortreffliche Gel„sinnuii.zen desto größere Hochachtung verdienen, da„er sie nicht aus einer Schwachheit und einem Un-vermögen im Nachdenken angenommen hatte, son-dern , weil er nach Prüfungen, deren sein grosser-Meist fabig war, sie für wahr gefunden." WelcherParmthyrsus von Denkungsart, den kaum ein Ge-schichtschreiber , der sein ganzes Leben vor sich hätte,anstimmen sollte, von Denkungsart, die kaum seinBusenfreund so unwMrsprechlich predigen wollte!
Nun aber die Medaillen andrer Fürsten, dienach der Geschichte auch rechtschaffen und fromm geswesen; ibrc Münzen indessen haben nichts Ausz.ich-nendes und Schantragendes von Frömmigkeit — wasgalt' es, wenn man im Gegensätze unsers Autorssie als Negativen chacakterisirtc? Nun alte Münzen,die auch mit der ?ietas prangen: was galt' es,
wenn man im Tone unsers Klotz ihre Frömmigkeitcharakterisirte? Was? wenn man allen Fürsten, dienicht, wie Ernst- die Münzen zu Hcroldstafcln ih-rer Frömmigkeit gemacht, diese und die ewige Se-ligkeit ab-; allein denen, die davon auf ihren Mün-zen gepredigt , sic zuspräche —
„Offenbaret sich der Geist Ludwig des vier-zehnten - welcher seiner Ehrbegietde keine Granzcn
O 2