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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 4 (1821) Kritische Wälder ; 1
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Kritische Wälder.

licher Gegenstände: so muß sie sie nicht schildern.Nicht, damit sie nicht Mahlerei sey; nicht,weil sie in successiven Tonen schildert: nicht, weil

der Raum das Gebiet des Mahlers, und blos Aeit-folge das Gebiet des Dichters sey — ich sehe beiAllem keine Ursache. Das Successive in den Tönenist, wie gesagt, dem Poeten wenig: er wirkt nicht

durch sie, als natürliche Zeichen. Aber wenn ihnseine Kraft verläßt, wenn er mit seinen Vorstel-lungen, unabhängig von seinen Tönen, die Seelenicht tauschen kann: ja, dann geht der Poet ver-loren, dann bleibt nichts als ein Wortmahler, alsrin symbolischer Namenerklärcr. Aber daß die Suc-cession hier noch nicht am besten Orte sey, mag —sein eignes Beispiel zeugen *). Wenn cs HallersEndzweck ist, uns in seinen Alpen, den Enzian,und seinen blauen Bruder, und die ihm ähnlichenoder unähnlichen Krauler versmäßig kennen zu leh-ren ; allerdings verliert er alsdann den Zweck desDichters, mich zu tauschen, und ich, als Leser,meinen Zweck, mich täuschen zu lassen: dies ist als-dann der Grund und kein andrer. Aber wenn ichnun von Hallers Gedichte zu einem botanischen Lehr-buche gehe: wie werde ich da den Enzian und seineBrüder kennen lernen? wie anders, als wiederdurch successive Tone, durch Rede? Der Botanistwird mich von einem Theile zum andern führen:er wird mir die Verbindung dieser Theile klar ma-chen: er wird das Kraut meiner Einbildungskraft

theilweise und im Ganzen vorzuzählen suchen, was

) Laok. p. 168.