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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 4 (1821) Kritische Wälder ; 1
Entstehung
Seite
28
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Kritische Wälder.

denmüthige Däne, in den Händen seines Feindes,der mit langsamer Wuth in seinen Eingeweide» wüh-let wehklaget er, seufzet er? Er denkt an seineMutter, an alle Freuden seiner Jugend, und seinesmännlichen Alters; er fühlt seine ganze Pein, aberals Held: so stirbt ec. So stirbt der Eskimaux *)»» seinem Markerpfahl. Freund und Vaterland,Kinder und Mutter, alles, was ihm auf seiner Weltdas Liebste ist, rufet er in seinem Stcrbegesange;aber, um über sie zu weinen, um den Zoll derMenschlichkeit zu entrichten? Eine einzige weicheTbräne würde den Helden, sein ganzes Geschlecht,und seinen Freund und sein Vaterland entehren.Kein Ach also entwischt ibm, selbst unter den grau-samsten Schmerzen: gcsenget und gebrannt singt er

seinen Martergefang. Er wird zum desto kangsamernTode losgebunden, und raucht mit Scherz undSpott seine Pfeife Tabak mit andern: die Martern

fangen wieder an; er spottet, schweigt, wird ihrLehrer in neuen Qualen, singt und stirbt im Trium-phe. So der Eskimaux!

Wo also das Her; eines Volkes Kieselstein ist:da schlägt der heftigste Schmerz, er treffe mm Leiboder Seele, nichts als heroische Funken; denn wo-her sollte dcm Kieselstein eine zarte elegische Thränekommen? Der Hcldenmuth, die Liebe zum Vater-lande und zum Ruhme seines Stammes, das heroi-sche Bündniß mit seinem Freunde, der sein Rachen-gcl seyn soll: die ganze Bildung einer rohen und

') Geschichte von Amerika, LH. I. p, 404.