daS Studium der Theologie betr. ig3
der Rechtschaffenheit und Wahrheit,
Stacheln und Nageln in die Seele.-
Man hat sich viel über den Plan dieses Buchsbekümmert; am besten ist wohl, daß man ihn sofrei annehme, als man kann, und dafür das Ein-zelne nutze. Daß Einheit im Ganzen sey, zeigtAnfang und Ende: da aber den Morgenländerneigentliche Deduktionen einer philosophischen Materiefremd sind; und weder dem König Salomo, nochseiner Akademie an einer Disputation äs varrltatsrerurrr gelegen seyn konnte: so bestehet das meisteaus einzelnen Bemerkungen des Weltlaufsund der Erfahrungen seines Lebens. Diese sindzusammengeschoben und mit den Allgemeinsatzen,was endlich das simpelste Result at von Allemsey, leicht umfaßt und gebunden. — Mich dünkt,ein künstlicheres Gewebe darf man nicht suchen.Ware man indeß hierauf begierig: so wundertmich's, daß man die zwi e fa ch e Sti m m e imBuch nicht bemerkt hat, da Ein Grübler Wahr-heit sucht, und in dem Ton seines Jchs meistensdamit, „daß alles eitel sey," endet; eine andereStimme aber, im Ton des Du, ihn oft unter-bricht , ihm das Verwegene seiner Untersuchungenvorhält Und meistens damit endet, „was zuletzt dasResultat des ganzen Lebens bleibe?" Es ist nichtvöllig Frage und Antwort, Zweifel und Auflösung,aber doch aus Einem und demselben Munde etwas,das beiden gleichet, und sich durch Abbrüche undFortsetzungen unterscheidet. Man kann das Buchalso gleichsam in zwei Kolumnen lheilcn, davon dieEine dem ermattenden Sucher, die zweite demwarnenden Lehrer gehöret; hier ist eine Probe: