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Briefe,
Eine Einleitung zum Schlachtgesange, der sogleichfolgen wird. Der Schauplatz des Sieges soll auchder Ort des Gesanges werden und die Stimme desVolks, das den Sieg erfochten hat, soll auch dasAndenken desselben erhallen. Am Thabor, zwischenden Bächen des Kison war gestritten: die Regenzeitund das Aufschwellen derselben hatte ihnen zumSiege geholfen; hier soll also auch künftig die Fei-er dieses Tages leben. Sie wissen, wie sehr beiHirtenvölkern, zumal im warmen Orient, Brun-nen und Schöpfcquellen die Versammlungsorte»:des Volks sind, wo ausruhend Lieder gesungen,alte Thaten gepriesen werden; und wovon konntein dieser quellreichen Gegend würdiger und füglichergesungen werden, als von der That, die hier ge-schah, die durch das Landvolk geschehen, durch diedas ganze Land errettet war, und von der dierauschenden Quellen gleichsam noch wiedertöntcn?
Wohlauf! wohlauf! Deborah,
Wohlauf! wohlauf! und dichte Gesang.
Erhebe dich, Barak,
Führ' deine Gefangene vor, Ablnoams Sohn!
Die Anmunterung ist dem lyrischen Gesänge ganzeigen. Wie Pindar so oft sich selbst, sein <p-,-.oi-^resg anmuntert, wie David so oft Herz und Seeleaufruft, wenn beide sich zum höchsten Fluge ihresGesanges rüsten: so weckt sich Deborah selbst, dasie jetzt die eigentliche Beschreibung derSchlacht anhebt, und gleichsam den tapfernKampf noch Einmal zu kämpfen strebet. So mun-tert sie auch Barak an, daß er aufstehen und seineGefangene vorfühccn, d. i. Triumph Hai-