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Zur Philosophie und Geschichte Theil 11 (1820) Adrastea ; 3
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12 Briefe zu Beförderung

ftn Sie uns ja zum Begriff der Humanität beiGriechen und Römern übergehen: denn bei diesembarbarischen Menschenrecht wird uns angst undbange.

26.

Das Hauptgut wollen wir ja nicht vergessen,bas uns die tiefere Betrachtung der Menschennaturfür alle Zeiten erworben hak; es ist die Er kennt-11 iß unsrer Kräfte und Anlagen, unsresBerufes u n d u n sr e r P fli c ht. Eben indem, wodurch der Mensch von Thiercn sich unter-scheidet, liegt sein Charakter, sein Adel, seine Be-stimmung; er kann sich davon so wenig als vonder Menschheit selbst lvssagcn. Dies ist das wahrestuäluir, 1 iwrnaiiitati 8 , in welchem uns Griechenund Römer vortrefflich vorgegangen sind; Schande,wenn wir ihnen nachbleiben wollten!

Der Mensch hat einen Willen, er ist des Ge-setzes fähig: seine Vernunft ist ihm Gesetz. Einheiliges, unverbrüchliches Gesetz, dem er sich nie ent-ziehen darf, dem er sich nie entziehen soll. Er istnicht etwa nur ein mechanisches Glied der Natur-kette; sondern der Geist, der die Natur beherrscht,ist Theilwcise in ihm. Jener soll er folgen; dieDinge um ihn her, insonderheit seine eigne Hand-lungen soll er dem allgemeinen Principium der Weltgemäß anordnen. Hierin ist er keinem Zwange un-terworfen, ja er ist keines Zwanges fähig. Ec con-stituiret sich selbst; er constituirt mit andern ihm