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Zur Philosophie und Geschichte Theil 9 (1820) Adrastea ; 1
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480 VI. Wissenschaftllche Ereignisse und Charaktere

E manuel Swedberg, Sohn eines Schwe-dischen Bischofs, war dieser Mann, 1689 gcboh-ren. Er empfing eine Erziehung, die der Würdeund Redlichkeit seines Vaters angemessen warauchals Kind sagte man schon von ihm, daß aus ihmdie Engc> sprächen." Wie oft hat man gesehen,daß dergleichen Lobsprüche, die man dem Kinde er-lhcilte, sammt der ganzen kindlichen Welt und Denk-art in gewissen Jahren zurückkehren, und einfestes Ged ankenbild werden! SwedenborgsEngel hören die heilige Schrift am liebsten vonKindern mit anmurhiger Stimme lesen; welches beyihm selbst aus Erinnerung oder ans Neigung derFall gewesen zu seyn scheinet.Dis ins zehnteJahr, heisst es, war er immer geschäftig, vomGlauben und von der Liebe zu sprechen," wel-che bende dann auch, als ihm, wie er sagte, dasInnere a u f g e t h a n ward, die Grundpfeilerseines Himmelreichs wurden. Eindrücke der Kind-heit also belebten sich, als er in seinen sonderbarenZustand gerieth, vor ihm, pcrsonisicirer.

Im Jahr 1710 ging er auf Reisen nach Eng-land, Holland, Frankreich, Deutschland, brachtevier Jahre auf Universitäten daselbst zu, der Welt-weisheit, Mathematik, Naturgeschichte, Naturkunde,Chemie, Anatomie, Theologie obliegend. Sein Geistumfaßte allerlei) Wissenschaften, und verband sie,wie auch seine Werke zeigen. Im Jahr 1714 kamer nach Schweden zurück, legitimirte sich in Upsala,sprach mehrmals mit Karl dem Zwölften, der ihmbald darauf ein Assessoren im Bergwerks-Collegiumgab, wo er sich dann mit mathematisch-mechani.sehen Erfindungen hervorthat. Zur Belagerung von

Friedrichs-