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nungen sich wie in einer neuen, unbequemen Weltbefindet; wie konnte man in ibr Theil nehmen, dauns zu dieser Lheilnehmuug Biegsamkeit, Lust undguter Wille fehlet? Wir sprechen sodann als asteSiebenschläfer, die aus ihrer Hohle hervortraten,als Männer des Testaments der Urzeit.
Zweytens. Nichts ist gefährlicher alsfixe Ideen, wenn sie auch nicht Einseitig wären.Nach ihnen modeln wir alles Neue; an sie hangtdieses sich als etwas Altes an. Mit jeder fixen Ideeverliert das Gehirn Elasticität und Gewandtheit; wirwiederholen uns, und werden andern zur Last, mit-hin werden wir lästig wiederholend. Sind diese fixenIdeen nun sogar falsch, überspannt, traurig; sozieht sich ein dunkler Faden durch unsre und AndrerDenkart. Eine Lüge wird zur Gewohnheit, d. i.zur seynsollenden Wahrheit; wir und andre denkenund handeln in einer Welt des Wahnes. Wiezahlreich-verschieden diese Welten sind, wird man nurdann gewahr, wenn man auf die fixen Lieblings-Ideen verschiedner, insonderheit bejahrter, fester,und sogenannt, großer Charaktere merket.
Drittens. Festigkeit, wenn sie zurHärte wird, fodert von andern viel, weilsie sich selbst viel zu trauet. Und da wirgegen uns immer partheyisch sind, auch in Gedan-ken leichter etwas für möglich halten, als wir esselbst zur That bringen könnten; so wird insonder-heit bey befehlenden Ständen die Festigkeit leichtHarte des Charakters. Ihr Schutz wird, selbst ge-gen die Vernunft, ihrer Lieblinge Bollwerk, undHerders Werke z. Phil. u. Gesch, IX. U I,