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Zur Philosophie und Geschichte Theil 9 (1820) Adrastea ; 1
Entstehung
Seite
298
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2!)3 V. Die Großen

rer König von Pohlen finde», wenn Ers nicht seynwolle; August solle es nie werden."

Der Pforte selbst war Karl jetzt überlästig, zu-mal sich Key ihr keiner als der Französische Gesand-te seiner annabm, die Gesandten der Kausmanns-mächte waren ganz auf des Czars Seite. Lebendigoder todt sollte er endlich nach Adrianopcl geliefertwerden, da er sich dann zu Warnitza mit sei-nen wenigen Leuten in seinem Hause so herzhaftwehrte!

Die ihm dies für Tollkühnheit anrcchncn, mö-gen angebcn: was er denn hatte thun sollen? Enug,ec erreichte seinen Zweck, und setzte sich, nachdem erseine zu Türkischen Sklaven gemachten Treuen be-freyet hatte, sobald es Ihm gefiel, mit seinem imWiderstande gegen die Türken verbrannten Gesicht, zu.Pferde und ritt, von einem Gefährten begleitet, vonDemotika nach Stralsund, d. i. 2L6 Meilen in 14Tagen. Ein Ritt, den kein Monarch Europa's ge-macht hat, schwerlich auch machen wird. Um uner-kannt zu seyn, steckte der König unter einer Perückejn einem schlechten braunen Rock. Er sattelte seinPferd selbst, wie sein Gefährte Döring, trankseiner Gewohnheit nach nur Wasser, und kam überWien, Negcnsburg, Franken, Hessen u. f. den t i.Nov. 1714 nach einem fünfjährigen Aufenthalt inder Turkey um Mitternacht vor Stralsund an. Wasihn dort so lange znrückgehalten hatte, war sein un-abläßiges Streben, in einem großen Plan durch die> Pforte das zu bewirken, wozu er unter christlichenMächten keinen Beystand sah. Im tiefsten Unglückzeigte er eine große, Unerschütterliche Seele.