im Nord? 3g5
geschlossen; den 23 . August war Karl schon zurückin Schonen.
Wie unser erstes Werk die Gestalt unsrerSeele gemeiniglich am reinsten zeiget: so ist diesererste Feldzug Karls ein Spiegel seiner Denkart, alssie noch weniger gereizt war. Dies um so mehr, daer den Frieden frey schloß,.'indem er von den an-dern Ueberfällen noch nicht wußte.
Sechs Tage nach der Rückkunft in sein Reichward gegen Schweden Krieg in Moskau erklärt,und sogleich angefangen mit Verwüstung. SobaldKarl davon Nachricht erhielt, eilte er zu Schiff, undwar den sechsten Oktober zu Pernau. Bald folgteder Angriff aufs verschanzte russische Lager mit 8000auf 80,000 Mann und ein Sieg, dem kaum einandrer in der Geschichte gleich kommt. Nach demhartnäckigsten Gefecht ergab sich das russische Lager,das man abziehen lassen mußte, weil man ^um Ge-fangennehmen selbst zu schwach war; ein für Karlschädlicher Sieg, wie für die Russen eine vortheil-hafte Niederlage, da Jener an seine Allgewalt glau-ben, diese hingegen fechten lernten. Als AugustsFeldzug gleichfalls unglücklich ablief, indem einmalüber das andre Polen und Sachsen geschlagen wur-den , verlor Karl das Gleichgewicht der Ueberlegung.Alle Friedensvorschläge wurden von ihm ausgeschla-gen; August sollte und mußte entthront wer-den, welches denn auch geschah. Bis nach Sachsenverfolgte ihn der siegende König; wo er den entsetz-ten König freundschaftlich selbst besuchte. Hier nunwar s Ende der sieghaften Laufbahn des nordischenHelden; er war über den Rubikon gegangen; er