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Zur Philosophie und Geschichte Theil 9 (1820) Adrastea ; 1
Entstehung
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V. Die Großen

um schränkten Thron, der an Titeln reich, durchseine Vorfahren groß, an innern Kräften aber nichtder gewaltigste war, und einer klugen Haushaltungbedurfte. Ein noch gefährlicher Werkzeug war ihmder Muth seiner Schweden: denn SchwedischeMänner hatte sei» Reich in allen Ständen. Viel-leicht ist kein Land der Europäischen Geschichte vollso ausgezeichnet - fester Ehacactere als Schweden.Hofmäßig also war der Prinz erzogen, in Vorur-theilcn einer unumschränkten Macht, ohne daß manihn die Schranken, die Verfassung und das Wohlseines Reichs kennen gelehret. Daß er den Eurtiusin seiner Jugend vor andern gelesen, und aus ihmden Alexander in sein Herz geschlossen habe, ist eineFabel; der Alexander, der in ihm lag, ward er-weckt durch sonderbare Zeitumstände. Fest war seinCharakter, hart seine Stirn und sein Körper; seinWille gerecht, aber unbiegsam. Von Zugend auf,sagen seine Biographen, ritt er heftig; setzte gernüber, an den gefährlichsten Orten. Die Bärenjagdwar sein Zeitvertreib, und zwar den Bären ohneSchuß und Spicß mit hölzernen Gabeln oder Hand-schlingcn lebendig zu fangen; da ihm dann Einerdieser unhöflichen Gegner die Perücke vom Kopf riß.So war der griechische Alexander in seiner Jugendnicht; aus CurtiuS hatte Karl dies nicht gelernet.Als der junge König (den 24. December 1697) zuPferde stieg, um nach der Kirche zur Salbung zureiten, fiel ihm auf dem Schloßplatz die Krone vomKopf, die er sich, widcr die Rcichsgewohnheit, zuHause selbst aufgesetzt hatte. Kurz, mit Eindrük-ken eigenmächtiger Unumschrankheit, die sein Vatererlangt habe, war er . erzogen; diese verließen ihn