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Zur Philosophie und Geschichte Theil 9 (1820) Adrastea ; 1
Entstehung
Seite
257
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unter Wilhelm und Anna. 2L7

Sagt mir, wenn ich im Freunde lebe,

Mein Mitgefühl: Sein lauter DankIst nur mein eigner Wiederklang.

Welch Glück, in andern sich verlieren.

Und nie auf sich zurück sich führen,

In Bessern fühlen Freud' und Schmerz,

Genießen in der Besten Herz.

Wie wenig mir beschicken ward,

Die fr e u ndlich e A l l g eg e nw art,

Die reichste Erndte süßer Müh,

Zn Andern nur genieß' ich sie.

Lhat Jener was ich nicht gethan;

Ich schau' ihn mit Bewundrung an,

Und leb' in ihm: denn ists nicht gut,

Wenn Er das Meine besser thut?

Ach fühlt' ich, wie einst jugendlichUnd sänke nie zurück in mich!

Als aller Zeiten Glanz und RuhmMir war, als wärs mein Eigenthum.

Die Tapfern alle in Homer,

Sie schritten glanzend vor mir her;

Mir war es, als ob Pindars KlangSieghaft aus meiner Brust entsprang.

Dem Sophokles wand ich den Kranz;

Der Griechenweisheit Morgenglanz,

Sie strahlte mir in Plato schön,

Als wollt' in ihr mein Geist sich sehn.

Auch Bako winkte mich heran,

Und Leibnitz auf des Wissens Bahn;

Zum Selbstgespräch in Lieb' und LustHerders Werke z. Phil, u.Gesch. IX. R A-irart»» l.