Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
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„Und du hast mir geholfen und ich weiß gewiß, ich wargestorben, wenn du nicht kommen wärst —"

„Jetzt sag aber Bläst, was soll ich jetzt anfangcn?"

„Du gehst mit in mein Elternhaus."

„Nein, so nicht, das geht nicht."

„Hast auch Recht, ich weiß schon einen Ausweg, ja, das istgescheiter. Du hast ja im Feld schaffen können. Kannst's nochordentlich?"

„Freilich, ich Hab mich ja mit dem Traudle über die Som-merszeit verdingen wollen. Ach! ich Hab nicht glaubt, daß ichmit dir wieder zusammen komm, und doch, wenn ich sagen soll—"„Was? Was thätest du sagen?"

„Daß das Traudle Recht gehabt hat. Ich bin wieder heimczuund Hab doch kein' Hcimath und da bin ich zum Traudle undbi» grad recht kommen, ihm in seiner Noth beizustehcn, seineTochter ist ihm gestorben und da haben wir eines über das an-dere weinen können. Aber davon hat man nicht gesscn, im Gcgen-theil, mich macht das Weinen viel hungriger —"

„Hast denn heut schon was gcsscu?"

„Ja wohl, schau, da Hab ich noch Brod im Sack. Du hastdoch ein gutes, gutes Herz, das Hab ich immer gewußt und ichHab denkt du wärst schon lang verhcirathet; am selben Abend,wo ich von dir geschieden bin, Hab ich gehört, daß du mit desHciligenpflcgers Tochter von Scebronn dich versprechen wirst — "„Und warum bist denn doch wieder kommen?"„Hundertmal Hab ich mir das auch ans dem Weg gesagt:du kannst auch beide noch unglücklicher machen. Und doch bin ichmit dem Gedanken immer weiter gangen und ich hätt gern dirGutes gcthau und dir gedient und deinem Vater auch, er hat esda auch gut mit mir gemeint —"

„Ja das hat er und er hat Trauerflor um dich angelegt undhat gesagt: du seist gestorben und man darf nicht anders von dirreden als von einer Verstorbenen."

Erdmnthe weinte laut als sie dies; hörte, Traudle aber tratherzu und schalt Bläst, daß er der Verlassenen das Herz noch