Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
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samstc Kellnerin, so weit eine dem Fuhrmann beim EintrittePeitsche und Hut abnimmt und im Aussagen der vorräthigenSpeisen und Getränke dieselben lobend schmackhaft machen kann.Auch Kutschen mit vornehmen Reisenden wurden bisweilenvon der Sonne, die Cyprian hatte neu vergolden kaffen, ange-zogen und Cyprian verstand cs die Landeszcitung mit einigenWorten zu bringen, die den Mtthcilsameu leicht zu einem Ge-spräche auregten. Die Hanpternte der Woche war aber immeram Tage des Korumarktesda war am Tage ein Lärmen undRufen in Wer großen Wirthsstnbe, lauter als auf dem Markteselber, und Ware» die Kornpreise hoch gestiegen, hörte dasSchlemmen bis tief in die Nacht nicht auf, der einfache Land-Wein galt nichts mehr, warmer Würzweiu mußte her und oftsogar Ueberrhciner und Champagner. Cyprian ließ eS natürlichnicht fehlen, sich auch bisweilen als uneigennützigen Wirth zuzeigen, und kaum ein Jahr war vergangen als sein Gesicht sobreit war wie die Sonne in seinem Schilde, er lachte viel undbesonders wenn mau ihn wegen seiner Breite neckte und sagtedann oft, das käme nicht vom Essen und Trinken, sondern davon,das; er den Mauskopf, diesen llnnamen hatte Gottfried, nichtmehr vor Angen sehe. In der That kamen die Hollmaringcrwenig und was Gottfriedisch war, gar nicht in die Sonne, son-dern hielten ihre Einkehr im Ochsen. Cyprian hatte fast allezeitsechs Nos; auf der Straße als Vorspann und drei Jahre über-nahm er die Haberliefernug für die Kavallerie zweier Garnisous-städte; er mußte aber seine Rechnung nicht dabei gesunde» haben,denn er wollte nichts mehr davon wissen.

Erdmuthe war in dieser steten Fürsorge für Andere wenigbeachtet der Schule entwachsen, nur Traudle nahm sich ihrer anund tröstete sie oft, wenn sie darüber klagte, das; der Ohm Gott-fried und Bläst ohne Gruß am Hause vorübcrfuhrcn und sichgar nicht um sie kümmerten; sic selber durfte sich ihnen nichtnahen, denn der Vater hatte ihr das Härteste angcdroht, wenner solches erführe und der Vater war doch nächst Traudle ihreeinzige Stütze und gab ihr verstohlen manchmal ein gutes Wort.