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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
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Ideen zur Philosophie

sogt Buffon, findet man auch die schönsten und größe-sten Hunde. Zwischen den Wendezirkeln verliert erseine Stimme, und im Stande der Wildheit wirder dem Jackhall ähnlich. Der Ochs in Mada-gaskar tragt einen Höcker 5o Pfund schwer, derin weitern Gegenden allmahlig abnimmt, und so va-riirt dieses Geschlecht an Farbe, Größe, Stärke,Muth beynah nach allen Gegenden der Erde. EinEuropäisches Schaaf bekam am Vorgebirg der gu-ten Hoffnung einen Schwanz von 19 Pfunden, inIsland treibt es bis 5 Hörner, im Orfordschen inEngland wachst es bis zur Größe eines Esels,und in der Turkey ist cs getigert. So gehen dieVerschiedenheiten bey allen Thieren fort, und solltesich der Mensch, der in seinem Muskeln - und Ner-vengebäude großenthcils auch ein Thier ist, nichtmit den Klimaten verändern? Nach der Analogieder Natur wäre es ein Wunder, wenn er unverän-dert bliebe.

2 . Alle gezähmten Thiere sind ehemals wildgewesen, und von den meisten hat man noch, in-sonderheit in den Asiatischen Gebirgen, ihre wildenUrbilder gefunden; gerade an dem Ort, wo we-nigstens von unsrer ober» Erdkugel wahrscheinlichdas Vaterland der Menschen und ihrer Kultur war.Je weiter von dieser Gegend, insonderheit wo derUebergang schwerer war, mindern sich die Gattun-gen der gezähmten Thiere, bis endlich in Ncu-Guinea,Neu-Seeland und den Inseln des Südmeers dasSchwein, der Hund und die Katze ihr ganzer Thicr-reichthum waren.

3. Amerika hatte größtcntheils seine eignenThiere; völlig seinem Erdstrich gemäß, wie die Bil-