der Geschichte der Menschheit. 9
von einer höhern oder von einer liefern Art, viel-leicht gor über unsre zukünftige Bestimmung somonchen Aufschluß geben, doß wir nun kühner ausder Beschaffenheit von zwey oder drey Gliedern aufden Fortgang der ganzen Kette schließen könnten.Die einschränkende, fest bestimmende Natur hat unsdiese Aussicht versagt. Wir sehen den Mond an,betrachten seine ungeheuren Klüfte und Berge, denJupiter, und bemerken seine wilden Revolutionen undStreifen; nur sehen den Iking des Saturns, dasröthliche Licht des Mars, das sanftere Licht derVenus, und räthseln daraus, was wir glücklichoder unglücklich daraus zu ersehen meynen. In denEntfernungen der Planeten berrscht Proportion,auch auf die Dichtigkeit ihrer Masse hat man wahr-scheinliche Schlüsse^ gefolgert, und damit ihrenSchwung, ihren Umlauf in Verbindung zu brin-gen gesucht; alles aber nur mathematisch, nichtphysisch, weil uns außer unsrer Erde ein zweytesGlied der Vergleichung fehlet. Das Vcrbaltniß ihrerGröße, ihres Schwunges, ihres Umlaufs z. B. zuihrem Sonnenwinkel, hat noch keine Formel ge,funden, die auch hier Alles aus Einem und dem-selben kosmogonischen Gesetze erkläre. Noch wenigerist uns bekannt, wie weit ein jeder Planet in sei-ner Bildung forrgerückt sey, und am wenigstenwissen wir von der Organisation und dem Schicksalseiner Bewohner. Was Kircher und Schweden-borg davon geträumt, was Fontenclle dar-über gescherzt, was Hu ge ns, Lambert undKant davon, jeder auf seine Weise, gemuthmaßrhaben, sind Erweise, daß wir davon nichts wissenkönnen, nichts wissen sollen. Wir mögen mit uns-