496 Von Gottes Sohn,
Zunder zu neuen Erweisungen. Die Süßigkeit,die er ein der Quelle reiner Güte einmal gekostethat, wird in ihm selbst zur Quelle von Gesinnun-gen der Güte. Thal erweckt Thal; Liebe zündetLiebe an; Leben schafft Leben.
Befehlet diesem Dornstrauch, daß er Traubentrage; er wundert sich über euch, daß ihrs ihmbefehlet. Seht aber diese Rebe am Weinstock; vonseinem Saft durchdrungen, treibt sie, und freuetsich ihrer Früchte. Abgetrennet von ihm ist sic eindürres Neis; man sammlet die Reiser und wirftsie ins Feuer, siö, 1 — 16.) Wer in der Lie-be bleibet, der bleibet in Gott undGott in ihm: denn Gott ist Liebe. (1.Joh. 4, 7 — 21.)
20.
So goß Christus seinen Freunden Liebe insHerz, durch Liebe. „Ihr habt mich nicht er-wählet, sondern ich habe euch erwählet. Ihr wäretmeine Schüler; jetzt seyd ihr meine Freunde. Blei-bet cs; liebet mich, liebt euch unter einander."
21.
Liebe verlanget Anschauung, Nähe, Ge-genwart, Gemeinschaft; sie strebt nach die-ser, sie schaffet sich solche, sie zieht das Geliebteauch aus der Ferne herbei. Nach Johannes undChristus ist die Seele der Liebenden in ein-ander. (Joh. io, 3 o. r 3 , 20. 3 r. 32 . 24, 7
— 23 . tö, 1 — ro. 17, i—26. t. Joh. t— 5 .)
Durchs