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Von Gottes Sohn,
Bekenntnis ,,Mcin Reich ist nicht von die-ser Welt. Ich bin ein König, dazu ge-boren, daß ich die Wahrheit zeuge. WerWahrheit lieb hat, erkennet sie leicht;"des Pilatus niannichfaltigcs Benehmen, die Sache,wie man sagt, beizulegen; das Betragen der Ju-den dabei, und der endliche Ausgang bis zur Ue-berschrift des Kreuzes sind, der Zeit und den Silkenbeider Nationen, der Juden und Römer, völligzustimmend; kein Umstand ist vergebens erzählet.(18,28—40. 19,1 — 24.)
18.
Kreuzigung.
Auch hier war der Evangelist Augenzeuge undempfing von seinem sterbenden Freunde das letzteirdische Unterpfand seiner Freundschaft, das Ver-mächtniß seiner Mutter. Beide wechselten gleich-sam ihre Familien - Persönlichkeit um. (19, 26 —27.) Ein Freund, wie dieser, wollte seinen Freundgewiß nicht belügen; auch in dieser Geschichte lasseter, mit Vorbeigehung mancher Nebenumstande, sei-nen Geliebten gleichsam nicht aus dem Auge; dasBild seines Freundes vor Kaiphas, vor Pi-latus, in seiner Dornenkrone, sein Kreuz tragend,ans Kreuz geheftet, dürstend, endlich sein Hauptneigend und sanft verscheidend, stehet vor ihm.Noch am Gewände, (19, 28. 24.) am Leichnamdes Verstorbenen nimmt er Theil, fürchtend, daßdieser nach dem Tode noch verstümmelt werde, ( 3 i— 33 .) und bemerkt den Lanzenstich in die Seitedes Erblaßten mit sichtbarem Gefühl der Wehmuth.