der Welt Heiland.
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2.
Salbung zum Grabe.
Joh. 12, 1 — 6 .
Das altere Evangelium nannte das Weibnicht, die zu ihrem ewigen Gedachtniß Christumsalbend zum Grabe weihete; (Matth. 26, 7. Marc.14, 3 .) es spricht von ihr als von einer Fremden. *)Johannes zu seiner Zeit durfte sie nennen; es warMaria, Lazarus Schwester. In welch einschönes und trauriges Licht tritt hiemit die Ge,schichte! Die Erweckung ihres Bruders, die sievon ihrem Freunde weinend erflehet hatte, die ihrzu Liebe geschehen war, (Joh. n, 3 i— 36 ) warddie nächste Veranlassung zum Tode Christi. DerWider ihn gefaßte Schluß konnte ihr nicht unbekanntseyn. (Joh. 11, i >3 — 67. 12, 9 — 11.) Weh-
müthig dankbar erzeigte sie ihm also statt dcS ge-wöhnlichen Fußwaschens diese Verehrung, wohl ge.
Alles vollendet und sein Leben überstanden sey,herrsche, wird niemand bezweifeln. Eben dieseBorausnehmung gibt im ganzen Evangelium demSprechenden und Handelnden jenes Ueberir,di sche, das den Lesenden über das Jeitmaaßder Erde hinweghebt. Anders als durch dieseProlepsis war der Eindruck, den Johannes ma-chen wollte, nicht zu erreichen. Im GemüthChristi war bereits Alles vollendet.
*) Diese Ursache des Nichtnenncs ist bei der GeschichteLazarus bemerkt.