als Glauben, Geschichte und Lehre. »69
dieser Trost, diese Hoffnung nicht gemacht ist?Suche Jeder seine Blume, wo er kann; nur lasseer diese demüthige Blume auch blühen in ihremThale.
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Mir hoffen alle auf eine Verbesserung derWelt, und beten im Vater Unser, daß GottesReich zu uns kommen möge. Lasset cs kom-men, wie es will; wir wollen ihm Zeit und Maasnicht vorschreiben. Nur verhöhnen wollen wir auchnicht solche Hoffnungen: denn aus dem Menschen-geschlecht kann, wird und muß noch vieles werden,was eben jetzo noch nicht vor uns lieget. Christusund die Apostel benannten diese Aussicht nach ihrerWeise; wir wollen sie gar nicht bezeichnen, son-dern auf sie uns bereiten und ihrer werth werden.
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Ueberhaupt ist ja der christliche Glaube Glau-be. Er dringt sich niemand weder als Wissenschaftnoch als Zwang und Gebot auf; er ist Hoffnungund Zuversicht des Zukünftigen, des Unsichtbaren.Nur werde sein Name und seine Sache auch nichtgemißbraucht; denn nichts in der Welt wird viel-leicht mehr gemißbraucht, als guter Glaube.