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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
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als Glauben, Geschichte und Lehre. >3r

jeder unwillkürlichen Aeußerung so vieler Menschenwahrend ihres ganzen Lebens, am meisten in demvon ihnen zu Stande gebrachten ungeheuren Werkunwidcrsprechlich zeiget? Bloß und allein deswe-gen, weil wir uns ein künstliches Einv er-st andniß, eine geheime Verabredung,kurz einen Plan des Betruges in den Kopfgesetzt haben, der nicht nur ohne allen historischenGrund ist, sondern der ganzen Lage der Sache wi-derspricht. Wer gab dann denen eben noch vorhinso anders - und grobdenkenden Fischern und Zöll-nern diesen neuen künstlichen Plan an? Wer gabihnen solchen jetzt zur ungeschicktesten Zeit an, dasie mit einem ans Kreuz gehenkten, unter Schmachund Abscheu gestorbenen Messias zum Vorschein ka-men, und damit selbst zum Spott und Abscheuwerden mußten? Welch ein unsinniger Plan, daßdiese cilf Galiläer zu Jerusalem vor der versamm-leten Nation das Reich eines Messias ankündigenund anrichten wollen, der vor wenigen Tagen alsein Uebelthater den schimpflichsten Tod, den mannur Knechten und Verworfnen anthar, gestorbenwar? Lassen wir aber alles an Stelle und Ort,wie sie cs erzählen; so stehet die Geschichte leibhaftda; im Faden derselben bleibt nichts Widersprechen-des, nichts Unerklärtes; vielmehr hellet Ein Um-stand den andern auf. Auch im Charakter Christiund der Apostel vor und nach seinem Tode, in derBeschaffenheit der Todesart, des Begrabens, desUmganges irach der Wiederauflebung wird allesharmonisch. Wie leichter ist überhaupt die klare,simple Wahrheit vor allen spitzfündigen Hypothesen

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