84 Von der Auferstehung,'
führte mit der Zeit zur Frage: ob nicht jenseit die-ses Lebens noch eine Fortsetzung desselben zu hoffenfty? Und bei Personen, die hienieden ein Lebender Götter geführt hatten, ward der Glaubesehr leicht, daß die Gottheit, die sie hier ihres Um-ganges gewürdigt, sie zu einem nähern Umgängemit sich hinweggcnommen habe. „Henoch, dieweil„er mit Gott lebte, ward er in Mitte seiner Jahre„hinweggcnommen;" er war nicht mehr unter denMenschen.*) (r. Mos. 5 , 24.)
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Solch einer ausgezeichneten Ehre ward indeßunter den Ebraern fernerhin Niemand Werth ge-achtet. Selbst Moses nicht; er starb und wurdevon Gott begraben. Der einzige Elias ward wcg-genommcn im Ungewitter, im feurigen Streitwa-gen Jchovahs; sonst, sagt Sirach, „war niemand„auf Erden geschaffen, daß er dem Henoch gliche,„der weggenommen ward von der Erde." (Sirach4g, r6.) Eine Henoch gleiche Ausnahme zu Je-hovah blieb den Ebraern also das Ideal des mensch-lichen Hinganges. Und ist etwas Höheres zu den-ken, als daß ein Sterblicher, indem er zu Gott
*) Es wird hiemit nicht geläugnet, daß nicht auchTräume und Erscheinungen der Verstorbenen inderselben zur Hoffnung der Unsterblichkeit Anlaßgegeben haben können; nur in den altern Ge-schichten der Ebräer geschiehct davon keine Er-wähnung.