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Won der Gabe der Sprachen
Zweiter Abschnitt.
1 .
Die älteste Stelle, die in den Ebraischen Schrif-ten den Geist Gottes nennet, ist die, daß er überden Wassern ge sch webet, oder die Flügel be-weget habe. (r. Mos. i. 2.) Aus ihr und auseiner andern ( 5 . Mos. 32 , 11.) wo eben diesesSchweben vorkommt, bildete man sich mit der Zeiteine himmlische Erscheinung, die die Kräfte derSchöpfung aufregte und bewegte. Wennalso die Zeiten der neuen Schöpfung von Haggaibeschrieben werden, geschieht es auch unter demBilde einer großen Völkecbewegung. „Mein Geist„soll unter euch bleiben; und über ein Kleines, so„will ich Himmel und Erde, das Meer und die„Länder bewegen; alle Völker will ich bewegen;„da soll denn kommen aller Völker Kraft und ich„will Friede schaffen an diesem Ort." (Haggai 2,6 . 10.)
2.
Friede und Ruhe, eine sanfte Bewe-gung und Erwärmung war also die Wirkung,in welcher man sich den cinwohnenden Geist amliebsten dachte. Es war der Herabflug einer Laubevon oben,*) das Wehen vom Munde Gottes, das
*) Selbst das Symbol der Taube haben die Rabbinengekannt und auf den Messias gedeutet. Die er-