j w e e >i e r D r ü d e r I c su. Zog
lese man und sage: was ist natürlicher, anschauli»cker, edler? Der kurze majestätische Brief Judas,Ein Stück von Anfang bis zu Ende! mit demersten Buchstaben zweckmäßig angelegt, und mitjeder Geschichte, selbst jeder apokrpphischen Geschieh,te streng und würdig unterhalten. Wir werden«ine Gegend finden, die so ganz Urschrift seine»GemähldeS, als sein Gemahlde selbst ganz ist!Die ersten Vater haben den Brief Judä als eigen»thümlich gekannt und in seiner Würde geschätzt undgefühlet: keiner denkt an den Kopisten des BriefesPetrus. *)
Petrus auf der andern Seite, wie würdigkann er den Brief Judas brauchen l War di- Sek-te , wider die Judas schrieb und die er so starkund treffend schildert, auch in die Gegenden Pe-trus verbreitet — warum, daß er nicht seine Schil-derung ergriffe, ausführte, anwandte? Was ihmzu fern, seinem Zweck zu fremde dünkte, ließ erweg, setzte dafür einen Anfang, ein Ende, wasnur Petrus so setzen konnte — wie viel Zwecke
*) Origenes bei Matth. >3. 5L. „Auch Judas hat,,einen Brief geschrieben, von wenigen Zeilen„zwar, aber voll Aussprüche, voll von der himm-lischen Gnade: Er fangt sich an: Judas u. f."Und eben der Origenes ists, der den zweitenBrief Petri anzweifelt. So citirt Clemensvon Alexandrien Judas und nicht PctruS. Undwas man gegen beide Citanttn in diesem Punktangeführt hat, ist erbärmlich.