Briefe
„gen, sie mit den Nasaräern zweierlei, sie ein Ge-„misch so vieler Ketzereien geworden seyn, daß Epi-„phaniuS nicht Namen genug finden kann"*)den Schatten der Wahrheit sicht man noch immer,nur dunkler und kürzer. Allerdings, da sie jetztaus dem jüdischen Lande zerstreuet auf der Fluchtwaren, vermischten sie sich hin und her: daher dasrrionalruiri lrorrsnclirm et multiplex, die neuevielköpfige Hyder , Ebion , in Epiphanius Augen.„Bon den Samaritern hatte er Aberglauben, von„den Juden den Namen, von den Dssaern (Esse-„ern), Nazaräern und Nasaräern die Lehren,„von den Cerinthianern die Form, von den Kar-„pokratianern die Bosheit, von den Christen die„Benennung" — Der h. Vater träumt, wenn ervon einer Person redet; solls aber die Sekte seyn,ists beinahe Natur der Sache. Siche diesen trü-ben, vielfach vcrthkiltcn Strom: seine Quelle warrein: sein Wasser ist noch dasselbe; aber mit allenFarben und Erdaclen vermischt, über die er floß,und also so trübe. Selbst Cpiphanius muß sagen:„ihre Lehren waren ursprünglich von den EssettN/„Nazaräern und Nasaräern : und nannten sich„Christen" siehe da die Quelle. „Nur jetzt ver-mischt mit Juden , Samarittern u. f.:" siehe daden trüben Ablauf in der Zerstreuung und Verfol-gung. Ihre ersten Hirten, Jakobus und Petrus,waren todt: jedes Schaaf ging seinen Irrweg.
Man kann cs daher nicht schlechthin ablaug-nen,**) wenn Epiphanius sagt, „daß sie sich in
»->er. XXX.
**) Rhenferd hat alles abläugnen wollen.