Briefe
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genlandischer Aufruf, sondern Weissagung. Jako,bus schrieb seinen Brief an der Neige des jüdischenStaats und da wars eigentlich wahr: „der arme,,Christ konnte fröhlich seyn , er ward vom Joch,,der Verfolger, der Juden, erlöset: her Reiche„schon znm Voraus heulen: denn wie eine Blume„unter dem Ostwinde würde er dabin fe»n," DieStellen (K. 10-lt, K. 5 , r - 8.) sind bald
aufs strengste erfüllet: und die letzte insonderheit hatan treffender Schönheit wenig ihres Gleichen. Esist ein harter Doppelsinn darin: „ja ihr habtSchatze„gefammlet — den Lohn der Arbeiter, Feuer, Fluch,„fressenden Rost, Ach und Weh: Ihr habt euch„geweidet, wie auf einen Schlachttag (der denn„auch eintreffen wird)."— Der Vorwurf steigt im-mer hoher: „Vernrtheilt, getödtet habt ihr den„Gerechten" — die Vergangenheit wird hier jetzt„er sieht den Armen noch vor Gericht, noch unterm„geduckten Schlachtmeffer des TodeS, er Wider«„steht euch nichts " Plötzlich bricht er ab, lassetstatt des Schwerts, den Vorhang sinken, und strei-chelt sie nach der heftigsten, mit der sanftesten Strllsein zur Ruhe, zum Schweigen, Dulden, Harren,selbst Nichtfcufzen — denn ein höherer Richter seyschon da. Man lese und fühle l K. 5 , 1-6. V.7-11.) das floß aus einer gerührten, übecS Unrechteifernden Seele. Der Brief Jakobi hebt sich fastüber jede Sache aus .de» Usern der Prose: hier vor,züglich. Und wäre der getödtete Gerechte insonder-heit der hohe Bruder Jakobus selbst (was ich sohier als V. i r. beim vollendenden Ende des HcN'Nweder bejahen noch läugnen will!) dessen Blut