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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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zw een er Bruder Jesu. 26g

ob ec ihn nicht nennte, selbst wenn er ihn nennet:selbst den heiligen Namen, der in den Christenverlästert wurde *), umschreibt er. Demüthi-gcr , vorsichtiger Bruder des irdischen Jesu! Wonseiner Geschichte im Staube führt er nichts an;selbst Hiob wird ihm lieber das Beispiel der Ge-duld : und wenn etwa ein Strahl kommt vomEnde , der Vollendung , dem Ausgange desHerrn , wie hingestreut! wie edel! Den Briefkonnte Jeder der jüdischen Nation lesen: das Ehri-stenlhum war in ihm nicht Sekte: er schreibt alsIsraelit, nicht als anmaßenden Bruder des irdi-schen Ncligionsstistcrs!

Und der Geist des Briefes, wie athmct erChristenthum, das vollkommene Gesetz der Freie**),das Er und Petrus auf dem Koncilium deutlicherklären, Glaube, Gebet, die innigste tiefste Rci-nigkeit und Selbstverläugnung, Barmherzigkeit undLiebe, die über den Richter emporsieht eine Ge-stalt der Seele, die, ohne daß von Jesu viel gere-det wird, sein reinstes, kräftigstes Bild ist.

Milde Toleranz des Geistes Gottes in seinenWerkzeugen! Paulus schreibt als Paulus, PelruSals Petrus, Jakobus als Jakobus! wie ein jederseinen Herrn sah und so schreiben sie alle wahr,innig, kräftig! Milde Duldung, du herrschest inunserer Bibel, unter so wenigen, deren Spuren wir

*) K. 7.K. I, 2b.