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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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ist indeß wieder da, und eS können bei dem Endemanche Umstände vorgesallen seyn, die HegesippuSverwirrt anführt. Genug der vorige Jakobus, einweiser, ruhiger Zeuge und Ueberzeuger blickt durch:er zeigte das Christenthum unter der seinem Lande,seiner Sekte, seiner Ueberzeugung bequemsten Ge-stalt und that das nicht auch Paulus? thatens nichtalle Apostel? Jener beruft sich in der Apostelge-schichte eigentlich auf die Lehre seiner Vater undknüpft sein Christenthum an eine Grundlehre desPharisäismus*).

Hätten wir von dem Allen nun eine lebendigeProbe! Wenn eine Schrift vorhanden wäre, völ-lig, wie wir sie von diesem Jakobus erwarten müß-ten, das Siegel seines Charakters, Namens, Amtsund Lebens. Gerecht, kalt, strenge , tugendhaft -eifrig und dabei voll sanfter Mäßigung, geprüfterWeisheit, redlicher, wohlüberlegter Rathschläge undtreuer Theilnehmung mit den Leiden und Gebrechenseiner Brüder. Eine Schrift, die gleichsam jüdischund christlich, die Vereinigung beider Religionenin Einem Mittelpunkte der Freiheit und Tugendwäre: an Jesum dachte sie wenig, aber mittiefer Ehrfurcht, nicht an ihn den Jrvischen, son-dern den Herrn, den Stifter des Glaubens unddes königlichen Gesetzes der Liebe und Freiheit:warnte dabei am meisten für den Fehlern, derenLast dieser Jakobus gefühlt hatte, für hartem