zweener Brüder Jesu. 2 ZS
Eins hielte — es wäre mehr, als Trier und Tri-niuö zu verwechseln, was würde man von ihmsagen?
5. „Aber nun soll gar Joseph (der seinem
„Weibe nicht beiwohnen durste, weil ihr der Engel„beigewohnt hatte) vielleicht der Maria KleophaS,„die bei ihm wohnte, beigewohnet haben." —Schändliche Hypothese! man kann an ihr sehen,die Frucht welches Jahrhunderts sie sey! SeinesWeibes Schwester zu ehelichen, war keine Levirats-ehe: noch weniger, wenn man dies Weib noch hat-te, und noch weniger, wenn aus der vorigen Eheschon Kinder waren. Ist nun Maria KleophasWeib*) die Mutter Jakobi und Joses bei denandern Evangelisten: so hat sie Joseph nie eheli-chen dürfen, am wenigsten bei Lebzeiten der Maria.Fühlt man denn nicht das Thürmen von Unge-reimtheiten und leeren unanständigen Sagen? Wareine Heiligkeit darinn, daß Joseph sein Weib nichtberühren durfte; wars denn keine Unheiligkeit, demGesetz Gottes entgegen, ihre Schwester zu haben,zu Stillung seiner Begierden? — Da bleibt anUngereimtheit nichts übrig, als daß ein alter Kir-chenlehrer gewiß und vornehm sage: „wir halten
„die Mutter dieses (kleinern) Jakobs nnd Joses„(Kleophas Weib) für die leibhaftige Mutter Got-„tcs und für keine andere!" so ist der Unsinn voll.
6. Und nun sollen gar Judas und Jakobus
*) Loh. ig, s5. vergl. mit Marc. iS, ho. kur.-h, ro.