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Brief«
Haber wissen konnten, die ihn und sie alle vonKind auf gekannt, ihre Auferziehung gesehen hat-ten, so gut, wie sie auch seine Herkunft wußten— wie könnte man ihnen so etwas abläugnen?
3) Dem der Vorwurf gemacht wird, thuts selbstnicht; er antwortet vielmehr mit dem Spruch derWeisheit und gemeinen Erfahrung: „ein Pro-
„phet gilt nirgend weniger/ als in seinem//Vaterland und Hanse." *) Er laugnet alsowenig, daß er ein Hauö / d. i. eine Familie,in der er erzogen worden, als daß er ein Vater-land habe. So eigentlich dies, so auch jenes.Die Vorurtheile rührten eben daher.
3) Man lese weiter: //Seine Mutter und Brüder//stehn draußen und wollen ihn sprechen.//Wer sind meine Mutter und Brüder ?" **)antwortet er — natürlich, daß, was von derMutter, auch von den Brüdern gelte. Beidewerden auf Eine Weise angcmcldet und von ihmauf Eine Weise entfernt: die Liebespflicht, die
er ihnen schuldig ist, muß beiden gemein, gegenbeide natürlich seyn —
Und wenn ec nun eben diese Mutter, dieseBrüder/ die draußen stehen/ von den Jüngern,die um ihn sind, unterscheidet: er streckt dieHände über seine Jünger, „sähe rings nm„sich auf die Jünger, die nm ihn im Kreise
*) Ebendas, und Luc. 4, 22-Zu.
*') Matth. » 2 , ilö-kZ, Marc. 3, 32-35.