zum neuen Testament. 199
„weil er, da er hier war, geduldet; sonst können„sie dort nicht mit ihm herrschen." — wie innig!wie aufmunternd! wie tröstend! wie schwer! —Gehört nicht mehr dazu „ill Christo / mit Christooben" zu seyn, als was unsre Proselytenmacherals jüdische Phrase erklären?*)
So erscheint die fortgehende Hauptidee deS N.T. „daß wir Priesterkönige seyn müssen hienieden,„wie ers oben ist" in Ursprünge, Licht und Würde.Es war insonderheit in den Schriften Johannes,der gewöhnliche heilige Ausdruck Chaldäas, der wieVst gezeigt ist, von Gott, von den obersten Engeln,als Satrapen, Helfern, Untertänigen Gottes, dasEine Bild nahm und cs mit dem andern Bildedes Gottesdienstes in Judäa zusammenführte. Thei-len wir diese sogenannte Aemter: so laßt uns sehen,daß uns nicht ganz und gar der Begriff schwinde;denn so wohl bei Jesu zur Rechte Gottes als beiden Seinigen hienieden auf Erden ist beides Eins.Er ist in unö / und statt unser auf dem Throne
Der sonst gewöhnlichen würdigen Erklärung desI/Tiky //»WV „er ist droben zur RechtenGottes, als König, alle Folgen des Mitleramrsauszuüben zu unserm Besten," widerspreche ichhier nicht. Sie ist unmittelbar vorher eben vor-getragcn; nur die Idee des r^r. sagt, wenn wirdie Erklärungen der Apostel hören, jene rechtinnig, anschauend, fassend, gläubig. Alles sollan Jesu Eins werden, ist auch hier der Grund»er Vorstellung.