zum neuen Testament. 73
„ten, was er will!" — Und wozu denn die Bibel?wozu das N. T., in dem diese Lehre der Gründist, von dem es mit dem sonderbarsten Flciße re-det? „Oder die Lehre soll so unverständlich scyn!"— und das ist, wenn man ohne Vorurtheil lieset,die größte Unwahrheit: nur man wisse freilich nichtAlles besser zum Voraus, sonst darf man nichtlesen.
Das ist aus dem ganzen N. T. klar, daß Je-sus als die erste thätige Quelle der Reinigung,Befreiung/ Beseitigung der Welt angesehen wer-de; nicht mit gleichsam und daö war nur so!sondern im wirksamsten Verstände. Er wird vorder Schöpfung der Welt als Urheber dieses Ent-wurfs angezcigt, da in ihm die Seligkeit der Men-schen beschlossen worden. Dies Werk soll die thä-tige Entwickelung des Menschengeschlechts seyn:der Weg dazu das thätigste Werk aller anschauen-den, umfassenden Seelcnkcäfte, der Glaube/ derja in der natürlichen Welt vor jeder Bestimmungvoraus gehen muß , und ohne den wir keine na-türliche Welt hatten. Sv hat uns nun Jesus ei-ne geistliche Welt eröffnet, und in wie vielenBildern und Einfassungen das gesagt werde — derist des Edelsteins nicht werth, der an der Einfas-sung, den Hüllen und Kapseln hangen bleibet.Sünde und Seligkeit haben in der Schrift man-cherlei Namen, jeder sieht, das Werk Jesu mußtesich auf das Bild des Namens jedesmal beziehen.Bald hat er weggcschwcmmt / bald zerstöret/ baldmit steh gekreuzigt / ertödtet/ begrabe»/ bald ister dabei LaiNM/ bald Freund/ bald Bürge und