fleh', ich will mich schon seinem Fahrwasser so nahe als möglichHallen, was mir den zwiefältigen Nutzen bringen wird, erstlichsicher zn sein, daß ich nicht ans eine Unrechte Fahrt gerathe, undzweitens, daß ich ans dich stoße . . . ."
„Dies; sind gottlose Worte, und verderblich sowohl fiir Euer»eigenen Frieden, als für den Eures unglücklicken Freundes," un-terbrach der Geistliche. „Er muß sein Vertrauen ans Einen setzen,der in allen Eigenschaften verschieden ist von Eurem Offizier;diesem folgen, seiner ungewissen Führung Euch überlassen,wäre die höchste Spitze des Wahnsinns. Richtet ans einen AndernEuern Glauben. . ."
„Wenn ich das thne, soll mich der. ..
„Still," sagte Wilder. „Scipio will mir etwas sagen."
Dieser hatte die Auge» »ach seinem Offizier hingewendet, undmachte eben wieder eine vergebliche Anstrengung, die Hand ans-zustrecken. Wilder legte die seinige in die des sterbenden Negers,dem es gelang, sie an die Lippen zn führen, und nun schwangsich noch einmal mit einer krampfhaften Bewegung der herkulischeArm, der noch so kürzlich seinen Herrn glücklich vertheidigt hatte,und erstarrt sank er dann nieder. Aber noch immer heftete derVerblichene sein stieres Auge voller Anhänglichkeit auf das Antlitz,das er so lange geliebt, und das in allen Unbillen, die dem Dulderwiderfuhren, nie verfehlt hatte, dessen liebenden, hingebungsvollenBlick mit einem wohlwollenden, gütigen zu belohnen. Nun ent-stand zunächst dumpfes Gemurmel, welches bald in lautes Murrenausbrach, bis mehr als eine brummende Stimme tiefen Unwillendarüber anssprach, daß man die Rache so lange anfgeschoben hatte.
„Fort mit ihnen!" schrie eine unheimliche Stimme aus demHansen. „In die See mit der Leiche, und hinaus mit den Lebenden."
„Hinweg!" stieß Fid ans der tiefsten Brust hervor, mit einemBaß, der selbst in diesen zügellosen Augenblicken so furchtbar war,daß er die frevelvollen Bewegungen hemmte. — Wer wagt's, einen