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vorüber. Ei» zweiter, ein dritter folgte; vom Rover war nichtdas geringste Signal zn ertrotzen.
„Was ist denn das?" schrie der unwillige Bignall. „Hat ereinen Zander für sein Schiff, daß alle unsere Kugeln an ihm vor-beifliegcn und ihm nur Wasser ansis Verdeck spritzen können!Master Fid, könnt Ihr denn znm Kredit ehrlicher Leute, »nd zurEhre einer königlichen Flagge gar nichts thnn? Laßt uns dochEure alte Geliebte wieder einmal hören; sie hat vordem dochimmer gewußt, wann sic sprechen sollte!"
„Ganz richtig, Sir," erwiederte der schmiegsame Richard, dessenplötzliche Glückswechscl im Leben es wollte», daß er sich jetzt als Ka-nonier an einem Stücke Geschütz befand, das er ausnehmend liebteund lange blank zn putzen pflegte. „Ich habe die Kanone nach JungferWhiffle'-) getauft, Ew. Gnaden, weil die Eine wie die Andere kei-nes Dritten bedarf, wenn's zn reden gilt. Jzv, bei Seite gestan-den, Jnngens, »nd laßt die Schwatz-Kate auch eins mitsprechen."
Richard hatte wahrend des Sprechens mit großer Ruhe sein Zielgenommen, legte nun mit eigener Hand die Lunte an, und schicktemit einer Besonnenheit, die für einen bloßen Söldling höchst rühm-lich zn nennen war, einen „völligen Geradeausmarschirer", wie er mitgroßem Selbstvertrauen den Schuß nannte, quer über's Wasser sei-nen ehemaligen Kameraden zn. Nun folgten, wie gewöhnlich, einpaar Augenblicke der Erwartung, dann aber verkündigten die in derLust nmhergcschlendertc» Fetzen, daß die Kugel durch das Segel-werk des Delphin gegangen war. Augenblicklich, fast zauberhaft,war die Wirkung. So plötzlich, wie wenn ein Vogel seine ans-gebreiteten Fittige schließt, verschwand ein langer Streifen vonmilchweißer Leinwand, der längs der Linie der Kanonenpforte»vom Vorsteven bis znm Spiegel künstlich ansgespannt war, undenthüllte eine» breiten, blntrothen Gürtel, ans dem die Kanonen-schlündc des Schiffes hcrvvrgähnten. Zugleich stieg eine Fahne von
*) Don nkik Geflüster.