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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
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die lange verschobenen und noch immer erwarteten Vortheile ver-schafft haben würde, nach deren Besitz er mit der ganzen Sehn-sucht einer grausam hingehaltenen Hoffnung schmachtete.

Achtundzwanzigstes Kapitel.

Sie mögen immerhin sich Kiagepunkte schmieden.

Mit meiner Ehre schlag' ich sic.

Coriolanus. Act III. Sc. 2.

Ja!" murmelte der Rover mit bitterer Ironie, als sein Bootunter dem Spiegel des königlichen Kreuzers wegrnderte;ja! ichund meine Offiziere wollen von Eurem Gastmahl kosten! Aber dieSpeisen sollen von der Art sein, das; diese Miethlinge eines Königswenig Appetit dazu haben sollen!Ansgeholt! wacker ausgeholt!meine Leute; in einer Stunde sollt Ihr zur Belohnung die Vor-rathskammern dieses Narren dnrchwühlen!"

Die gierigen Freibeuter, welche die Ruder bemannten, unter-drückten nur mit Mühe ihr Frendengeschrei und heuchelten jenenSchein von Mäßigung, den die Klugheit noch immer zur Pflichtmachte; dagegen äußerten sie ihre innere Aufgeregtheit durch ver-doppelte Anstrengung beim Vorwärtsstoßen der Pinasse, so daßsich sämmtliche Abenteurer nach einer Minute wieder unter demSchuhe der Kanonen des Delphin befanden.

Ans den stolzen Blitzen, die in den Angen des Rover leuchteten,als sein Fuß das Deck seines eigenen Schiffes wiederum betrat,schloßen seine Leute, daß der Zeitpunkt einer wichtigen Unterneh-mung gekommen sei. Einen Augenblick weilte er ans der Schanze,mit einer Art von grimmiger Freude die handfesten Gegenständeseines gesetzwidrigen Kommando's überblickend; darauf schoß erplötzlich, ohne zu sprechen, hinab in seine Kajüte, entweder unein-gedcnk, daß er Anderen den Gebrauch derselben überlassen hatte,oder, in seinem jetzigen aufgeregten Gemüthszustande, sich gar