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„Das, Sir, ist die Meinung eines Menschen, der die Machtseines Feindes überschätzt, weil Gewohnheit und Großsprecherei ihmeine Ehrfurcht vor derselben, wie vor etwas Uebermenschlichem,beigebracht haben. Niemand, Herr Wilder, ist verwegener, undNiemand bescheidener, als der, welcher längst ans seine eigene Kraft,als sein§ einzige Zuflucht, gewiesen ist. Ich war einer königlichenFlagge schon näher, und dennoch führe ich, wie Sie sehen, diesenKrieg ans Tod und Lebe» noch in diesem Augenblicke fort."
„Horch! Eine Trommel. Der Fremde macht sich an seineKanonen."
Der Rover konnte, nach einem Augenblick Lanschcns, das wohl-bekannte Signal unterscheiden, das die Bemannung eines Linien-schiffes an ihre Posten ruft. Nachdem er zunächst einen Blickaufwärts ans sein Segclwerk gethan, und einen zweiten, gleichraschen prüfenden Ucberblick ans alles Einzelne, seinem BefehleUnterworfene, antwortete er gelassen:
„Wir wolle» seinem Beispiele folgen, Herr Wilder. GebenSie die Ordre."
Bis jetzt waren die Leute ans dem Delphin theils beschäftigtmit der Ausführung der nöthigen, ihnen angewiesenen Dienstpflich-ten, theils verloren in der neugierigen Anschauung des Schiffes,das so eifrig zu wünschen schien, ihrem eigenen gefährlichen Fahr-zeuge so nahe alS möglich zu kommen. Ein tiefes, aber fortwäh-rendes Gesumme von Stimmen — lautere Töne verbot die Dis-ciplin —'war das Einzige, woran bis jetzt ihre Theilnahme ander Scene zu erkennen mar; doch kaum wurde der erste Trommel-schlag vernommen, so fuhr jede Gruppe ans einander, und Jeder-mann begab sich geschäftig und regsam an seine» ihm bekanntenPosten. Das Geräusch unter der Mannschaft dauerte nur eineneinzigen Moment; ihm folgte jene tiefe Stille, deren in diesenBlättern früher bei einer ähnliche» Gelegenheit schon Erwähnunggeschah. Jedvch sah man die Offiziere, wie sic durch rasches und