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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Es scheint doch nicht, Ew. Gnaden; denn wir nahmen dasKind mit uns an Bord der Proserpina, nnd unser würdiger Kapitänspannte alle Segel nach den Leuten ans; allein Niemand konnteuns irgend eine Nachricht geben von so einem Fahrzeuge, wie dieArche von Lynnhaven, nnd nach einem Zwölfmond oder drübermußten wir die Jagd anfgeben."

Konnte das Kind selbst nichts über seine Verwandten berich-ten?" fragte die Erzieherin.

Nur Weniges, gnädige Frau; ans dem einfachen Grunde, weiles nur wenig über sich selbst wußte. Daher gaben wir denn dieSache endlich ganz ans, und machten uns selbst, das heißt, ich, derGuinea, der Kapitän sammt allen Uebrigcn, daran, dem KnabenErziehung zu geben. Sein Seemannshandwerk hat er vom Schwarzennnd mir gelernt, vielleicht auch etwas von seinen guten Sitten.Seine Schifffahrcrkunst nnd Lateinisch aber, das hat er vom Kapitän,welcher sein Freund geworden ist, bis zu der Zeit, wo er für sich selbersorgen konnte, und, kann wohl sein, auch noch einige Jahre nachher."

Und wie lange blieb Herr Wilder in einem königlichen Schiff?"fragte derNover nachlässig und scheinbar ans eine gleichgültigeWcise.

Lange genug, um Alles zu lernen, was dort gelehrt wird,Ew. Gnaden," war die ausweichende Erwiederung.

Er hat es wohl bis znm Offizier gebracht?"

Wenn das nicht ist, so verliert der König am meisten beidem Handel. Doch was seh', ich da von der Seite, zwischender Pardune und dem Geerdentan; es sicht aus wie ein Segel; oderist's nur eine Möve, die die Flügel schwingt, ehe sie aufsteigt?"

Segel, ho!" rief der Matrose im Mastkorbe.

Segel, ho! ging's wie ein Echo vom Top bis zum Deckherunter, indem der schimmernde, obgleich entfernte Gegenstand voneinem Dutzend spähender Augen in einem und demselben Momenterblickt wurde. Einem so oft wiederholten Rufe konnte der Roverseine Aufmerksamkeit nicht vorenthalten; und Fid benutzte den