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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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dreimal blessirt und erfocht so viel Ehre, als ich nur immer be-quem unter die Luken packen konnte. Gut, damals traf ich mitdem Guinea zusammen, das ist der Schwarze, gnädige Frau,den sie dort einen neuen Geitanblock eindrehcn sehen für dasStenerbord-Schotthorn des Focksegels."

Schon gut; da kamst du also mit dem Afrikaner zusammen,"sagte der Rover."

Da war's, wo wir uns kennen lernten; und obgleich seineFarbe nicht weißer ist, als der Rücke» eines Wallfisches, meinet-wegen mag's hören, wer will, nächst dem jungen Herrn Harr», lebtkeine ehrlichere Haut ans der See, und Keiner, an dessen Gesell-schaft ich mehr Vergnügen fände. Allerdings, Ew. Gnaden, derKerl ist etwas rechthaberisch, hat eine große Meinung von seinerStärke, und glaubt, seines Gleichen sei in keiner Nocke auf '»erWindseite oder in 'nein Bramsegeltnch zu finden, aber dafür ist'öauch ein bloßer Schwarzer, und man muß nicht zu genau seinmit den Fehlern von Menschen, die nun einmal nichts dafür kön-nen, daß sie unsere eigentliche Nebengeschöpse nicht sind."

Nein, nein; das würde äußerst lieblos sein."

Inst die Worte, die der Schiffskapla» am Bord der Fregatte,Braunschwcig' loszulaffen pflegte, 's ist doch was ganz Anderes,wenn man 'was in der Schule gelernt hat, Ew. Gnaden; dennwcnn's auch zu weiter Nichts taugt, so macht cs Einen doch geschickt,ein Bootsmann zu werden, und da ist man im besten Fahrwasser,um ohne alles Laviren dem kürzesten Weg nach dem Himmel zu-znstenern. Aber wie gesagt, da wurde Guinea mein Schiffsgcnvsseund Freund, versteht sich, so weit sich's mit der Vernunft vertrug,für die nächsten fünf Jahre, und dann kam die Zeit, wo »ns derUnfall des Schiffbrnchs in Westindien begegnete."

Was für ein Schiffbrnch?" fragte hier sein Oberer.

Verzeihen Ew. Gnaden; ich schwenke niemals meine Vorder-raaen, als bis ich gewiß weiß, daß das Schiff nicht wieder in den