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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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ihr Untergang nur dem Himmel zur Last falle. Allein ich sprechejetzt von edlerem Wild, als das, worauf jeder Habicht Jagd machenkann. Sind Sie ein Weiberfeind, daß Sie Alles anfboten, umdas edelmüthige Weib und die liebliche Jungfrau, die in diesemAugenblick hier unten sind, von dem Vorzug und hohen GenußIhrer Gesellschaft znrückznschrecken?"

War Verrath i» dem Wunsche, Frauen von dem Schicksalezu retten, das z»m Beispiel erst diesen Tag Beide bedrohte? Denn,so lange in diesem Schiffe Ihr Ansehen die Oberhand behält,glaube ich freilich nicht, daß selbst die Liebliche das Geringste zubesorgen hat."

Beim Himmel, Wilder, Sie lassen mir nur Gerechtigkeitwiderfahren. Ehe diese schöne Unschuldige Leid treffen sollte,würde ich mit dieser Hand das Pulvermagazin anziinden, und sie,rein , und fleckenlos wie sie ist, gen Himmel senden, von wo sieherabgekommen zu sein scheint."

Gierig lauschte unser Abenteurer diesen Worten, ob ihm auchder enthusiastische Ausdruck der Bewunderung, in . welchem derRover sein großherziges Gefühl einzukleiden für gut fand, nichtsonderlich behagte. Endlich, nach einer Pause, die keiner vonBeiden gern zu unterbrechen schien, fragte er:

Wie kommt es, daß Sie von meinem Wunsch, den Damenzu dienen, unterrichtet sind?"

Konnte ich Ihre Sprache mißverstehen? Mich dünkt doch,Sie haben sich deutlich genug ausgesprochen."

Ausgesprochen!" rief Wilder erstaunt.Am Ende habe ichgar meine eigentliche Beichte in einem Augenblicke abgelegt, woich mich dessen am wenigsten versah."

Antwort gab der Rover keine; aber an dem vielsagendenLächeln, das um seinen Mund spielte, konnte sein Gefährte nur zudeutlich erkennen, daß er durch eine eben so verwegene, als voll-kommen gelungene Vermummung hintergangen worden war, und