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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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nun einem Tode entrissen zu sehen, den der entsetzliche Anblick, voreinigen Angenblicken, ihrer Einbildungskraft unter einer so furcht-baren Gestalt vorgcführt hatte. Aber in dem trüben Auge Wil-ders war nichts zn erspüren, was eine Theilnahmc an der Freudeder klebrigen zu erkennen gegeben hätte.

»Jetzt," sagte Mystrcß Wyllys, seine Hand in ihre beidenschließend,dürfen wir Rettung hoffen; und dann wird uns schondie Gelegenheit vergönnt sein, tapferer, trefflicher Jüngling, Ihnenzn beweisen, wie sehr wir Ihre Dienste zn schätzen wissen."

Wilder litt den Ansbruch ihrer Gefühle, sprach aber nicht,noch äußerte er ans irgend eine andere Weise das geringste freu-dige Mitgefühl. Im Gegentheil, sein Wesen drückte eine Art vonbefangener Besorglichkeit aus.

Es schmerzt Sie doch nicht, Herr Wilder," setzte die ver-wunderte Gertraud die Rede ihrer Erzieherin fort,daß sich unsendlich durch Gottes Barmherzigkeit eine Aussicht erschließt, ausdiesen schrecklichen Wellen gerettet zn werden?"

Mit Freuden ginge ich in den Tod, um Sie vor Leid znschützen," erwiederte der junge Seemann,aber...."

Jetzt ist keine Zeit für was Anderes, als für Dank und Freude!"unterbrach die Gouvernante.Ich kann keinen kalten Ausnahmenjetzt Gehör gestatten; was soll Ihr frendedämpfcndes Aber?"

Vielleicht ist die Erreichung jenes Schiffes nicht so leicht als

Sie glaube».der Wind kann es verhindern.kurz, derBlick

erreicht wohl manches Schiff zur See, was dcßwegen doch nichtgesprochen werden kann."

Glücklicherweise ist das nicht unser grausames Loos. Ichverstehe übrigens Sie wünschen nicht Hoffnungen zu sehr znermuntern, die noch getäuscht werden könnten; allein zn lange undzn oft habe ich mich diesem gefährlichen Elemente anvertrant, umnicht zn wissen, daß Der, welcher den Wind hat, sprechen kannoder nicht, nach Belieben."