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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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bitteren Schmerzes auf die blasse znhörende Gertraud werfend.Ist kein Segel nahe, das uns von dem Wrack anfnehmen kann?oder müssen wir hilflos untergehcn?"

Gott schütze uns gegen noch mehr fremde Segel!" rief dermürrische Nighthead.Dort auf dem Spiegel hängt unsere Pi-nassc, und Land muß nord-west innerhalb einiger vierzig See-meilen liegen. Trinkwasser und Muudvorrath ist genug da, undzwölf starke Hände können schon ohne Mühe ein Boot nach demContinent von Amerika rudern! das heißt, wohlverstanden, wennAmerika da noch ist, wo es gestern bei Sonnenuntergang zu sehen war."

Sie haben also vor, das Fahrzeug im Stich zu lassen?"

Ja. Zwar ist der Nutzen des Prinzipals allen braven Ma-trosen thener, doch das Leben ist süßer als Gold."

Der Wille des Himmels geschehe! Aber Sie haben doch nichtsArges im Sinn gegen diesen Herrn? Er hat, wie ich gewiß über-zeugt bin, das Schiff unter höchst kritischen Umständen mit einerGeschicklichkeit geleitet, die weit über seine Jahre geht."

Nighthead murmelte seine Absicht unverständlich vor sich hin;dann ging er bei Seite, offenbar um sich mit den Leuten zu be-sprechen, die bereits nur zu geneigt waren, seine Pläne zu unter-stützen, sie mochten noch so irrig, noch so gesetzlos sein. Es folg-ten nun ein paar Augenblicke der Ungewißheit, während welcherWilder ruhig und gelassen dastand, ein Lächeln der Verachtung,das um seine Lippen spielte, kaum zu unterdrücken im Stande,kurz, mehr mit der Miene eines Menschen, der Gewalt hat, überdas Schicksal Anderer zu entscheiden, als eines Solche», über dessenSchicksal höchst wahrscheinlich in demselben Augenblicke entschie-den wurde. Als die langsamen Willensmeinnngen der Seeleuteendlich zu einem Beschluß gediehen waren, schritt der Maat vor-wärts, um das Ergebniß zu verkündigen. Doch waren seineWorte zur Mittheilung des wesentlichen Theils ihres Beschlussesüberflüssig; denn eine Gruppe sammelte sich sofort um das