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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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wo möglich anfzugeben, so überflog sein Antlitz ein Lächeln desEntzückens, nnd seine Lippen bewegten sich, als wenn ihm nichtsmehr Freude machen könnte, als in seiner schlimmen Lage vomFremden unberücksichtigt zu bleiben. Dieser jagte vorüber, wieein finstres Gespenst; und nach einer Minute fing seine Gestaltschon an, in einer dichten Wafferstanbwolke immer weniger deut-lich zn werden.

Es verschwindet im Nebel!" brach Wilder, athemholend nachder fürchterlichen Panse der letzten Augenblicke, los.

Ja wohl im Nebel, oder in Wolken," erwiedertc Nighthead,der jetzt seinem unbekannten Befehlshaber nicht von der Seitewich, und mit dem heftigsten Mißtrauen die geringste seiner Be-wegungen beobachtete.

In den Wolken oder in der See, mir gleich, wenn es nurfort ist."

Die meisten Seefahrer würden sich aber freuen, wenn sic sich,wie wir, auf einem bis auf's Verdeck geschorenen Rumpf befänden,und ein fremdes Segel ihnen zu Gesichte käme."

Die Menschen laden aus Unwissenheit ihres wahren Wohles,oft das zn sich ein, was ihnen den Untergang bereitet. Mag esweiter segeln, das ist mein Losungswort, mein Gebet! Es gehe vierFuß, wenn wir einen gehen; und nun wünsch' ich nichts sehnlicher,als daß dieser Orkan fortblasen möge bis znm Sonnenaufgang."

Nighthead schrak zusammen, nnd warf einen anklagenden Sei-tenblick auf seinen Gefährten. Seine stumpfen Seelenkräfte, seinvon Aberglauben umdüstertes Gemüth, konnte in einem solchenAufruf an den Sturm nichts als die äußerste Gottlosigkeit erkennen,zumal in einem Augenblick, wo die Winde vhnedieß schon ihrewildeste Wnth zu erschöpfen schienen.

Dieß ist eine schwere, ich geb' es zn," sagte er,und einesolche, wie sie viele Seefahrer ihr ganzes Lebenlang nicht znsehen bekommen; Der aber weiß doch nur wenig von der See,