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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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von Leuten ei» Schiff mit derselben Saumseligkeit, wie irgendeinen andern Ort, wo es 'was zu verdienen gibt, indem sie soträge an der Schiffsleiter hinabkriechcn, wie der Blutegel, wenner sich angefüllt, sein blutiges Mahl aufgibt. Des gemeinenMatrosen Aufmerksamkeit ist zwischen den Anordnungen des Loot-sen und dem Abschied von Bekannten getheilt, so daß er bald da,bald dorthin rennt, nur nicht wohin er sollte, und das ist viel-leicht die einzige Zeit in seinem Seeleben, wo er den Gebrauchdes so lang gehandhabten Tanwerks nicht zu kennen scheint. Trotzaller dieser verdrießlichen Zauberei und herkömmlichen Belästigun-gen , ward die ,Royal Carolina' endlich doch aller ihrer Besuche,mit der Ausnahme eines Einzigen, los, und Wilder konnte sichnun einem Vergnügen überlassen, das Niemand als ein Seemannnach Würden zu schätzen weiß reines Feld auf dem Verdeckund eine mohldisciplinirte Schiffsmannschaft.

Zwölftes Kapitel.

Guter Bootsmann, sprecht mit den Matrosen!

Greift srisch an, oder wir treiben auf den Strand,Der Sturm.

Aic eben erwähnten Austritte hatten einen geraumen Theildes Tages dahingcnommen. Ein stehender Wind hatte sich wohleingestellt, allein er war nichts weniger als stark. Sobald indessenWilder sich von den Müsstggängern vom Lande, und dem sich inAlles mischenden Kommissionär befreit sah, warf er den Blick umsich her, um das Schiff unter den Wind zu bringen. Er ließ da-her den Lootsen holen, theilte ihm seinen Entschluß mit, und zogsich dann an einen Platz des Verdecks zurück, der geeignet war,ihm theils über die Gegenstände seines neuen Kommando's einenUeberblick, theils über die unerwartete und außerordentliche Lage,in welche er sich verseht sah, Muße zum Nachdenken zu gestatte».