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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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vollkommen ruhig drein, mit einem Gesicht, dem man's ansah, eswürde auch vor einer Hähern Behörde seine Gelassenheit behalten,und erwartete, was seine Bürgschaft ans die scheinbar noch schwan-kende Gesinnung des Kommissionärs für Wirkung haben würde.

Ach, der. Herr hat bei Euch eine Zeitlang logirt, und dakönnt Ihr denn bezeugen, daß er pünktlicher Zahler und ruhigerGast ist! Was ich aber gern möchte, sind Dokumente, um sieder Korrespondenz mit dem Eigenthümer daheim anznmeisen."

Ich weiß zwar nicht, welche Sorte von Zeugnis; Sie fürdergleichen vornehme Gesellschaft gut genug halten," erwiedertegelassen der Gastwirth, indem er mit der größten Unbefangenheitdie Hand in die Höhe hielt;wenn aber die auf Eid gegebeneErklärung eines Hauseigenthümers von der Sorte ist, wie Siees brauchen, nun so sind Sie ja eine Magistratspersvn, und kön-nen mir gleich den Eid vorsagen."

Mit Nichten! Bin ich auch eine Magistratsperson, so fehltdoch die Form bei dem Eid, und er würde also vor Gericht nichtbindend sein. Aber sagt, was wißt Ihr von dem in Rede stehen-den jungen Manne?"

Daß er für seine Jahre ein Seemann ist, wie Sie ihn inden Kolonien nicht besser finden können. Einige mögen ihn viel-leicht an Ucbnng und Erfahrung übertreffen; sehr wahrscheinlichfinden sich Solche; kommt es aber auf Thätigkeit, Wachsamkeitund Klugheit an, so würde es kein Leichtes sein, seines Gleichenanzntreffen ganz absonderlich was die Klugheit betrifft."

So, Ihr seid also ganz gewiß, daß diese Person eine unddieselbe mit dem in diesen Papieren genannten Individuum ist?"

Mit derselben bewunderungswürdigen Rnhe, die er von An-fang des Gesprächs an gezeigt hatte, nahm Joram die dargereich-ten Zeugnisse, und machte sich dran, sie mit der gewissenhaftestenSorgfalt, dnrchznlesen. Um dieses Stück zn bewirken, mußte erseine Brille anfsetzen, denn der W..th zum Unklaren Anker stand

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