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Blicke der beiden Seemänner. Der Kapitän zog eine Flagge nachder andern ans einer Schieblade hervor, in welcher Wilder siehatte liegen sehen, rollte sie anseinander, und sagte bei jeder:„Dieß sind die Lilien, wie Ihr seht; kein schlechtes Sinnbildder fleck- und makellosen Franzosen. Ein Wappenschild, welchesAnsprüche ohne Tadel anfstellt, dabei aber doch etwas beschmutzt,und durch vielen Gebrauch abgenutzt. — Hier habt Ihr den Rech-ner, den Holländer, schlicht, substantiell und bei dem wenig zuholen. Ich liebe die Flagge nicht. Ist das Schiff von Werth, soschlagen es die Eigcnthümer nur zu hohen Preisen los. — Hierist unser Windmacher, der Hamburger. Er fühlt sich reich imBesitz seiner einzigen Stadt, und prahlt mit dem Rcicbthum, wel-cher in seinen Wappenthürmen steckt. Von seinen übrigen Be-sitzungen sagt die Allegorie weislich kein Wort. — Hier ist dertürkische Halbmond; ein mondsüchtiges Volk, das sich für die Er-ben des Himmels hält. Lass' es sein eingebildetes Recht der Erst-geburt in Frieden genießen; nur selten geht es dahin ans, seinGlück auf dem Meere zu mache». — Und hier sind die kleinenTrabanten, die um den mächtigen Mond spielen: die afrikanischenStaaten der Barbarei. Ich habe nicht viel Umgang mit diesemweitbehoseten Volke, denn es ist nicht viel bei ihnen zu holen.Und doch —" hier glänzten seine Augen, indem er sie ans denseidenen Divan warf, auf welchem Wilder saß — „und doch habeich mit den Cujonen zu schaffen gehabt, und sie sind nicht davongekommen, ohne Haare zu lassen! — Aha, hier kommt aber derMuffjöh, den ich lieb habe, der goldene, prächtige Spanier. Dasgelbe Feld der Flagge erinnert an den Reichthum seiner Minen;und die Krone — man sollte sagen, sie sei von massivem Golde,und möchte gleich eine Hand ausstrecken, um nach dem Schatze zugreifen! Was für ein herrliches Wappen für eine Gallione! — Hierist der schon demüthigere Portugiese, und doch ist sein Blick dereines, mächtigen Reichen. Ich habe mir oft eingebildet, in diesem