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stand die Kleidung des Fremden einigermaßen im Nachtheil; siewar reinlich und geschmackvoll, und wiewohl ganz die schlichte, ein-fache eines gemeinen Seemanns, doch aber von der Art, daß sieden bedächtigen Arbeiter in Steifleinen stutzig machte, und er mitsich anstand, ob er den Mann, dessen Auge wie bezaubert ans dasSklavenschiff im äußern Hafen geheftet schien, wohl anreden dürfe.Ein Zucken der Oberlippe, und ein zweites seltsames Lächeln undGemurmel, in welches sich ein ernsteres Gefühl zu mischen schien,übte einen entschiedenen Einfluß auf den unschlüssigen Geist unseresSchneiderleins. Er wagte cs nicht, den in sich vertieften Fremd-ling zu stören, der sich an das Pfahlwerk, wo er stand, anlehnte,und nicht die leiseste Ahnung hatte, daß Jemand in der Nähe warund ihn beobachtete. Dieser Jemand wendete sich schnell von ihmzu den beiden Anderen.
Von diesen Beiden war der Eine ein Weißer, der Andere einNeger. Beide waren über das Mittelalter hinaus; Beiden sahman es an, daß sie des Lebens Last und Hitze getragen, der Strengedes Klima's und den Stürmen der See ansgeseht gewesen. IhreTracht war die einfache, verschossene, abgenutzte, betheerte Trachtder gemeinen Matrosen; sie verriethen beim ersten Blick ihren Standund Verkehr. Der Erste war eine kurze, dicke, stämmige Gestalt,theils von der Natur, thcils durch lange Anstrengung vorzüglichmit breiten, muskeligen Schultern und starken, sehnigen Armen be-gabt, als mären gleichsam die unteren Theile nur dazu bestimmt,den oberen zur Unterlage und zur Erleichterung ihrer Bewegungenund Kraftäußerungen zn dienen. Der Kopf stand im Verhältnis;mit den oberen Gliedern; die Stirn rund, fast ganz mit Haarenbedeckt; die Augen klein, starr, bisweilen wild, bisweilen stumpf;die Nase aufgestülpt, dick, gemeiner Art; der Mund breit und ge-fräßig; die Zähne kurz, rein, vollkommen gesund; das Kinn breit,männlich, voll Ausdruck. Dieser so sonderbar gestaltete Menschhatte seinen Sitz auf einem leeren Fasse genommen; mit überein-