ihre Vermittlung zu Gunsten seines Sohnes zn bitten, als derSergeant gegen nenn Uhr — um diese Zeit hatte er nämlichBefehl, die Wache fiir die erste Hälfte der Nacht zn verlesen —an der Thiire des Zimmers erschien, um eine wichtige Meldungzu machen.
„Was gibt's, Joyce?" fragte der Kapitän. „Sind einige un-serer Leute schläfrig, oder schützen sie Unwohlsein vor?"
„Schlimmer als das, Euer Gnaden, so furchte ich sehr," lau-tete die Antwort. „Von den zehn Mann, welche Euer Gnadenmir znr Wache zn beordern befahlen, werden fnnfe vermißt. Ichglaube, sie sind defertirt."
„Desertirt! Das klingt allerdings bedenklich; laßt das Signalzum allgemeinen Antreten geben — die Leute können noch nicht zuBett gegangen sei». Wir wollen die Sache gleich untersuchen."
Joyce zählte zn seinen Glaubensartikeln vor allen den einen:„der Ordre zu pariren", und so wnrde auch dieser Befehl ur-plötzlich in Ausführung gebracht. In fünf Minuten 'erschien eineOrdonnanz, um dem Kapitän zn melden, daß die Garnison imHofe in's Gewehr getreten sei.
Unten stand der Sergeant vor seiner kleinen Abtheilnng, inder einen Hand die Laterne, in der andern die Verlesliste haltend.Schon der erste Blick sagte dem Kapitän, daß seine Strcitkräfteeine bedeutende Vcrmindernng-'erlitten hatten: er führte deßhalbden Sergeanten bei Seite, um seinen Rapport zn vernehmen.
„Was ist das Resultat Eurer Nachforschungen, Joyce?" fragteer mit größerer Unruhe, als er wahrscheinlich hätte vor den An-dern verrathen mögen.
„Wir haben gerade die Hälfte unserer Leute verloren, Sir.Der Müller mit der Mehrzahl der Aankee's und zweien von denHölländern erschienen nicht beim Verlesen — auch ist keiner vonihnen in seinem Quartier zn finden. Sie sind entweder zumFeinde übergegangen, Kapitän Willoughby, oder haben sie sich,