326
Mache für seinen Tod°! — dies; war unser Schlachtruf; ihmgehorchend, drangen wir vorwärts, bis in unserem Bataillonnicht mehr Leute genug übrig waren, um die Verwundeten in'sHintertreffen zu führen."
„Und was habt ihr dann mit ihnen angefangen?" fragte einjunger Mann, der den Sergeanten wie einen zweiten Cäsar betrach-Mtete — da Napoleon anno 1776 noch keine Berühmtheit besaß, d
„Wir ließen sie liegen, wo sie gefallen waren. Der Kriegpredigt nämlich uns allen die heilsame Lehre, junger Mann, daßdas Unmögliche — unmöglich ist. Der Krieg ist der großeSchulmeister des Menschengeschlechts, und ein Gelehrter ist der,welcher neunzehn bis zwanzig Feldzüge mitgcmacht hat."
„Wenn er nämlich so lange am Leben bleibt, um seine Leh-ren benützen zu können," erwiederte der erste Sprecher mit höh-nischem Lächeln.
„Ist ein Mann bestimmt, in der Schlacht zu sterben, so ist'sbesser, Sir, er stirbt, so lange sein Geist noch mit Kenntnissenansgcstattet ist, als daß er sich dem Hunde gleich, der seineBrauchbarkeit überlebt hat, niederschießen läßt. Jede geregelteSchlacht nimmt Erfahrung über Erfahrung, — Alles im Felde er-worben, — mit sich ans der Welt. Da kommen Seine Gnaden;der Kapitän wird Alles bestätigen, ihr Leute, was ich euch sage. —
Ich habe diesen Leuten begreiflich gemacht, Sir, daß die Armeeund das Schlachtfeld die besten Schulen ans Erden sind. Jederalte Soldat wird darauf schwören, Euer Gnaden."
„Wir glauben das nur gar zu gerne, Joyce. — Sind dieWaffen heute Morgen nachgeschen morden?"
„Sobald es hell war, that ich cS selbst, Sir."
„Flinten, Patrvntaschen, Bajonnete, hoffentlich?"
„Ja wohl, Sir, das Alles. — Erinnern sich Euer Gnaden desMorgens, als wir die Affaire beim Fort ün Onesno hatten?"
„Ihr meint wohl Braddocks Niederlage —nicht wahr, Joyce?"